Rundreise durch Jamaika

Weißer Sandstrand mit kristallklarem Wasser, im Hintergrund sind man vage ein paar Kreuzfahrtschiffe am Hafenanleger© Shutterstock
"Jamaika ist mehr als Reggae und Rastafari."

Alles in allem ist Jamaika ein vielschichtiges Reiseziel für Sonnenliebhaber, Entdecker, Kulturerleber und Abenteurer. Wer offen ist für neue Eindrücke und keine Scheu hat, sich auf karibisches Lebensgefühl, Rhythmus und ein wenig Improvisation einzulassen, wird mit einer der farbenfrohsten und lebenslustigsten Inseln der Welt belohnt.

Jamaika – Karibikfeeling pur zwischen Reggae, Wasserfällen und Tropenabenteuer

Jamaika, allein der Name klingt nach Sonne, Musik und Lebensfreude. Vom 30. November bis zum 7. Dezember 2024 durfte ich diese karibische Insel auf einer erlebnisreichen Rundreise mit TUI selbst erleben. Die Reise führte mich an mehrere Orte entlang der Nordküste und bot eine mitreißende Mischung aus Stranderlebnis, Natur, Kultur und echter karibischer Lebensart.

Unsere Reise begann mit einem Direktflug von Condor. Etwa 11 Stunden Flugzeit trennen Deutschland von diesem Tropenparadies. Schon bei der Ankunft spürt man die Wärme, nicht nur in der Luft, sondern auch in der Art der Menschen. Untergebracht waren wir in drei verschiedenen RIU-Hotels: dem Riu Ocho Rios, dem Riu Palace Tropical Bay und dem Riu Montego Bay.

Das Riu Ocho Rios punktete mit einem sehr schönen Strand und einer gepflegten Anlage, ist allerdings auch recht lebhaft. Wer Partystimmung liebt, wird sich hier wohlfühlen. Das Riu Palace Tropical Bay liegt an einem traumhaften Strand und bietet viel Action rund um den Pool. Das Riu Montego Bay liegt in direkter Flughafennähe - hier gibt es rund um die Uhr Partyatmosphäre, sowohl im Hotel als auch im Umfeld. Alle drei Hotels richten sich deutlich an ein junges, feierfreudiges Publikum, das Wert auf Lage und Unterhaltung legt.

Jamaika selbst ist unglaublich vielseitig.

Die Flora und Fauna sind tropisch, üppig und vielerorts endemisch, also ausschließlich hier zu finden. Die Insel bietet mit Regenwäldern, Gebirgen, Flüssen und Korallenriffen eine beeindruckende Artenvielfalt, die Naturliebhaber und Outdoorfans begeistert. Besonders faszinierend sind die Blue Mountains, wo man nicht nur Kaffeeanbau hautnah erleben kann, sondern auch Wanderungen mit atemberaubender Aussicht unternehmen kann.

Ein Muss sind die vielen Wasserfälle, darunter die bekannten Dunn’s River Falls bei Ocho Rios, die man sogar selbst hinaufklettern kann; Ein sportliches Abenteuer mit Erfrischungsgarantie. Weitere Highlights sind die YS Falls, die von Dschungel umgeben sind, und die Reach Falls mit ihren natürlichen Pools und kleinen Höhlen. Auch die Green Grotto Caves, ein System historischer Höhlen mit unterirdischen Seen, laden zur Entdeckung ein.

Abbildung

Für Sonnenanbeter lohnt sich ein Besuch am berühmten Seven Mile Beach in Negril, einen der schönsten Strände der Karibik. Wer Nervenkitzel sucht, wird im legendären Rick’s Café fündig (beim Klippenspringen in türkisblaues Wasser oder beim Sundowner-Cocktail mit Livemusik.)

Auch kulturell ist Jamaika mehr als nur Reggae und Rastafari.

Die Insel ist eine einzigartige Mischung aus afrikanischen, karibischen und europäischen Einflüssen. Man spürt überall die kulturelle Identität und den Stolz der Menschen auf ihre Geschichte, Sprache und Unabhängigkeit. In Kingston, der Hauptstadt, kann man das Bob Marley Museum besuchen, eine Pilgerstätte für Musikliebhaber und ein tiefer Einblick in das Leben des wohl berühmtesten Jamaikaners.

Sportlich ist Jamaika ebenfalls ein echtes Schwergewicht: Usain Bolt, der schnellste Mann der Welt, stammt von hier – und das spürt man überall. Leichtathletik ist Nationalsport, Kinder wachsen mit der Teilnahme an Schulwettbewerben wie den „Champs“ auf, und überall wird gerannt, gesprintet und gefeiert. Jamaika war sogar das erste tropische Land mit einem Bobteam bei den Olympischen Winterspielen (vielen bekannt durch den Film „Cool Runnings“.)

Die Fortbewegung auf der Insel erfolgt meist per Bus oder Taxi, wobei man bei Taxis unbedingt darauf achten sollte, nur offiziell lizenzierte Fahrzeuge zu nutzen. Es kommt leider immer wieder zu Betrugsversuchen mit überhöhten Fahrpreisen oder falschen Taxis – hier ist also Vorsicht geboten. Auch beim Aufenthalt in größeren Städten wie Kingston oder Montego Bay sollte man wachsam sein: Die Kriminalitätsrate ist vergleichsweise hoch, besonders im Hinblick auf Taschendiebstähle, Hotel-Einbrüche oder Betrug.

Was man noch wissen sollte

In Jamaika wird auf gepflegte Kleidung Wert gelegt, kurze Hosen und T-Shirts sind absolut in Ordnung, aber allzu freizügige Outfits sollte man vermeiden – insbesondere beim Besuch von Kirchen oder öffentlichen Gebäuden. Dort empfiehlt es sich, Schultern und Knie zu bedecken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie erfolgt die Einreise? Für die Einreise wird ein gültiger Reisepass benötigt.
  • Welche Währung gilt vor Ort? Jamaika-Dollar. (JMD)
  • Welche Sprache wird vor Ort gesprochen? Englisch ist die Amtssprache, viele EinwohnerInnen sprechen auch Patois.
  • Wann ist die beste Reisezeit? 
    • Dezember bis April gilt als ideale Reisezeit, da es dann trocken und sonnig vor Ort ist.
    • Von Mai bis November ist Regenzeit und Hurrikan-Saison. Hier gibt es meist kurze, kräftige Schauer. Es kann aber durchaus auch ruhig verlaufen.
  • Welche Aktivitäten vor Ort lohnen sich besonders?
    • Dunn's River Falls in Ocho Rios zum Wandern entlang der Wasserfälle
    • Seven Mile Beach als legendärer Traumstrand
    • Blue Mountains mit Kaffeeplantagen, ideal zum Wandern
    • Bob Marley Museum in Kingston
    • YS Falls und Black River Safari, Natur pur mit der Chance, Krokodile zu sichten
    • Rick's Café in Negril zum Klippenspringen und für atemberaubend schöne Sonnenuntergänge

Do’s 

  • Mit Einheimischen ins Gespräch kommen – JamaikanerInnen sind offen und herzlich
  • Lokale Küche probieren: Jerk Chicken, Ackee & Saltfish, Patties
  • Mückenschutz benutzen (auch tagsüber)
  • In Hotels oder über Plattformen offizielle Ausflüge buchen
  • Kleingeld mitführen z. B. für Trinkgeld oder kleine Einkäufe

Don’ts 

  • ohne ortskundige Begleitung in abgelegene Gegenden oder in Städte wie Kingston gehen
  • Drogen, auch wenn sie teilweise offen angeboten werden, ist es illegal und riskant
  • Öffentlich rauchen, auch Zigaretten sind in manchen Bereichen verboten
  • Fotos von Personen ohne deren Erlaubnis machen
  • Zu viel Haut in Kirchen oder auf dem Land zeigen. Respekt gegenüber Kultur & Religion

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