Jordanien

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"Jordanien hat sich tief in mein Herz eingeprägt."

Jordanien ist ein sicheres, kulturell reiches und visuell beeindruckendes Reiseziel. Ob für Geschichtsinteressierte, Naturbegeisterte oder Wüstenliebhaber – dieses Land hat viele Gesichter. Ich nehme unvergessliche Eindrücke, viel neues Wissenund vor allem das Gefühl mit, ein außergewöhnliches Stück Welt kennengelernt zu haben.

Faszination Jordanien – Zwischen antiken Schätzen und spektakulärer Wüste

Jordanien. Das klingt nach orientalischem Flair, uralten Königswegen, Wüste, Oasen und jahrtausendealter Geschichte. Vom 21. bis zum 28. Mai 2025 hatte ich das große Glück, das faszinierende Königreich im Rahmen einer Gruppenreise mit dem Veranstalter SKR zu erleben. Eine Woche voller Eindrücke, Kontraste und Gastfreundschaft, die sich tief in mein Herz eingeprägt hat.

Schon bei der Ankunft in Amman weht einem die warme, trockene Wüstenluft entgegen, alles bei rund 35 Grad und strahlendem Sonnenschein. Dank Direktflug mit Royal Jordanian Airlines oder Lufthansa ab Düsseldorf, Frankfurt oder Berlin ist man in etwa viereinhalb Stunden mitten im Orient. Für die Einreise benötigt man lediglich einen gültigen Reisepass und ein Visum, das unkompliziert bei Ankunft erteilt wird.

Amman war der erste Stopp unserer Reise.

Die Hauptstadt ist quirlig und historisch zugleich. Moderne Viertel treffen auf antike Bauwerke. Unser Hotel, das Kaya Hotel Amman, liegt zentral im Abdali-Viertel und ist ein guter Ausgangspunkt für Stadterkundungen. Besonders beeindruckt hat mich der traditionelle Gemüsemärkte mit seinen intensiven Farben und Gerüchen. Hier pulsiert das echte Leben.

Von Amman aus ging es weiter in Richtung Süden mit dem Ziel: Petra, der legendären Felsenstadt. Untergebracht waren wir im Petra Moon Hotel, nur wenige Schritte vom Haupteingang entfernt, ein unschätzbarer Vorteil, denn wer die Schätze Petras entdecken will, braucht Zeit und Ausdauer. Die Stadt der Nabatäer ist ein einziges archäologisches Wunder. Schon der Weg durch den engen Felsspalt, den „Siq“, ist ein Erlebnis. Und dann steht man plötzlich vor dem „Schatzhaus“ – einer der berühmtesten Fassaden der Welt. Aber Petra hat weit mehr zu bieten: Wer die Kraft hat, wandert über den sogenannten Back Trail zum Kloster „Ad Deir“, ein anstrengender, aber lohnenswerter Weg mit spektakulären Ausblicken. Abends war „Petra by Night“ ein stimmungsvoller Abschluss, denn bei Kerzenschein und Musik wirkt die Felsenstadt noch magischer.

Von dort aus fuhren wir weiter ins Wadi Rum – eine Wüste wie aus dem Bilderbuch.

Rote Sanddünen, zerklüftete Felsen und eine fast mystische Stille erwarten einen hier. Unser Camp, das Luxury Magic Rum Camp, lag direkt am Rande der Sandsteinformationen, mit traditionellen Beduinenzelten und modernen Bubble Tents mit Panoramablick in die Weite. Tagsüber unternahmen wir eine Jeeptour durch die Wüste, sahen Felsbrücken, Schluchten und Zeichnungen aus der Bronzezeit. Wer es noch eindrucksvoller möchte, kann frühmorgens eine Heißluftballonfahrt buchen.

Nach so viel Sand, Hitze und Abenteuer tat der Sprung ins Tote Meer gut – der tiefste Punkt der Erde ist ein Naturwunder für sich. Der hohe Salzgehalt lässt einen mühelos auf dem Wasser treiben, und der schwarze Mineralschlamm verspricht Wellness pur. Das Crowne Plaza Dead Sea Resort, direkt am Ufer gelegen, bietet genau dafür die perfekte Kombination aus Komfort und Erholung.

Letzter Stopp war Aqaba, die Hafenstadt am Roten Meer. Unser Hotel, das Hyatt Regency Aqaba Ayla, liegt direkt an einer Lagune mit künstlichem Strand, bietet Blick auf den Golfplatz und verwöhnt mit mehreren Restaurants, Pools und einer kleinen Marina. Hier ließen wir die Reise entspannt ausklingen bei einem Bootsausflug, Schnorcheln im kristallklaren Wasser oder einfach bei einem Sundowner auf der Terrasse.

Was mich besonders berührt hat, war die Herzlichkeit der Menschen.

Begrüßt wird man mit einem Lächeln und einem höflichen „Salam“, unabhängig von Zeit oder Ort. Trotz der Hitze sind die Jordanier offen, hilfsbereit und stolz auf ihr Land. Die islamische Kultur prägt das tägliche Leben, die Feiertage und auch die Essgewohnheiten, was übrigens bedeutet: Kulinarisch wird es spannend! Von frischen Datteln über gegrillten Halloumi bis zu traditionellen Eintöpfen war für jeden etwas dabei.

Wer nach Jordanien reist, sollte sich der Kultur und Etikette bewusst sein: Konservative Kleidung wird geschätzt, besonders in ländlichen Regionen oder religiösen Stätten. Frauen sollten Schultern und Knie bedecken, Männer auf ärmellose Shirts verzichten. In Moscheen zieht man die Schuhe aus, Frauen bedecken zusätzlich den Kopf. Küssen oder körperliche Nähe in der Öffentlichkeit, auch bei heterosexuellen Paaren, gilt als unangemessen. Alkohol gibt es zwar in Hotels und lizensierten Bars, der Konsum in der Öffentlichkeit ist jedoch nicht erlaubt.

Die Flora und Fauna überraschen

Neben typischen Wüstenpflanzen wie Akazien und Dornsträuchern gibt es Oliven- und Feigenbäume, Zitrusfrüchte und Tamarisken. In freier Wildbahn begegnet man mit Glück Kamelen, Sandkatzen oder sogar Wüstenfüchsen. Besonders Vogelbeobachter kommen auf ihre Kosten: Mehr als 400 Arten, von Falken bis zu Flamingos, sind in Jordanien beheimatet.

Jordanien ist ein sicheres, kulturell reiches und visuell beeindruckendes Reiseziel, das sich hervorragend für eine Gruppenreise eignet. Ob für Geschichtsinteressierte, Naturbegeisterte oder Wüstenliebhaber – dieses Land hat viele Gesichter. Ich nehme unvergessliche Eindrücke, viel neues Wissen und vor allem das Gefühl mit, ein außergewöhnliches Stück Welt kennengelernt zu haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie erfolgt die Einreise? Ein gültiger Reisepass wird benötigt. Bei Einreise gibt es für EU-Bürger ein Visa on Arrival. Alternativ gibt es den "Jordan Pass", den man vorab kaufen kann (inkl. Visum und Eintritt zu über 40 Sehenswürdigkeiten)
  • Wann ist die beste Reisezeit? 
    • März – Mai, Oktober & November: Ideales Reisewetter mit Temperaturen zwischen 20°C und 30°C
    • Juni – September: Sehr heiß, besonders im Landesinneren
    • Dezember – Februar: milde Temperaturen, aber kühl in Wüsten und Bergen
  • Welche Währung gilt vor Ort? Jordanischer Dinar (JOD). Kreditkarten sind in Städten weit verbreitet, Bargeld ist eher in ländlicheren Gegenden nötig.
  • Welche Sprache wird vor Ort gesprochen? Arabisch ist die Amtssprache, aber in Hotels, bei Tourenanbietern und in touristischen Regionen wird gut Englisch gesprochen.
  • Gibt es eine Kleiderordnung? Respektvoll, aber nicht streng.
    • Schultern & Knie bedeckt, vor allem in ländlichen und religiösen Gebieten
    • Am Strand & im Hotel ist westliche Badekleidung okay
  • Petra – UNESCO-Weltwunder & Felsenstadt (mind. 1-2 Tage dafür einplanen)
  • Wadi Rum – Wüstenabenteuer mit Jeep-Tour, Kamelritt oder einer Übernachtung in einem Beduinenzelt unter Sternen
  • Totes Meer – schwereloses Treiben & Schlammkultur
  • Amman – Zitadelle, römisches Theater und orientalische Märkte
  • Jerash – beeindruckende römische Ruinenstadt nördlich von Amman
  • Aqaba – Tauchen & Schnorcheln im Roten Meer
  • Berg Nebo & die Taufstelle Jesu
  • Dana-Naturschutzgebiet – Wandern mit nachhaltigem Ökotourismus

Do's

  • Jordan Pass buchen (inkl. Visum + Eintritt Petra, Jerash etc.)
  • Lange, leichte Kleidung tragen
  • Verhandeln auf Märkten gehört zur Kultur
  • Gastfreundschaft annehmen: Tee, Datteln und Einladungen sind Ausdruck von Respekt
  • Trinkgeld geben (ca. 10 % in Restaurants, kleine Beträge für Guides & Fahrer)

Don'ts

  • öffentliches Küssen/Umarmen vermeiden, das gilt als unangemessen
  • über politische Themen diskutieren
  • Keine Fotos von Menschen ohne Erlaubnis 
  • In antiken Stätten nicht klettern/nichts anfassen. (Empfindliches Kulturerbe)

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