Madagaskar

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"Madagaskar hat mich tief beeindruckt."
Madagaskar ist eine Reise wert für alle, die eine einzigartige Natur, faszinierende Tiere und tiefe kulturelle Einblicke suchen. Die Mischung aus Regenwäldern, Savannen, bizarren Felsformationen, türkisfarbenen Stränden und einer Tierwelt, die einzigartig ist, macht Madagaskar zu einem der spannendsten und faszinierendsten Reiseziele der Welt.

Rundreise auf der Insel der endemischen Schätze

Im April 2025 durfte ich auf eine unvergessliche Rundreise nach Madagaskar gehen – ein Land, das mich mit seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner lebendigen Kultur und seiner außergewöhnlichen Natur tief beeindruckt hat. Gemeinsam mit dem lokalen Partner „Trans Groupe Hasina“ reisten wir quer über die Insel und entdeckten ihre Highlights.

Unsere Reise führte uns von Frankfurt via Mauritius nach Antananarivo – insgesamt etwa 13 Stunden Flugzeit (11 Stunden bis Mauritius mit Condor, 2 Stunden weiter mit Air Mauritius). Für die Einreise benötigt man einen Reisepass und erhält ein Visum „on Arrival“ (30 Tage, 30 €). Die Temperaturen lagen zwischen 21 und 30 °C, überwiegend sonnig, nur zwei Tage gab es kurze Schauer. Die Währung vor Ort ist der Ariary. Wichtig: In der Hauptstadt Antananarivo sollte man vorsichtig sein, keinen auffälligen Schmuck tragen, auf Wertsachen achten und nachts die Straßen meiden.

Unterkünfte mit Charme

Während unserer Rundreise übernachteten wir in einer Vielzahl von charmanten Hotels und Lodges, die alle ihre ganz eigenen Besonderheiten boten. Dazu gehörten das IRA Isoraka, Lovasoa, Hotel Ambalakely, Isalo Ranch, Zombitse Ecolodge, La Bella Donna, Betsileo Country Lodge, Vanille Trou, Gaspard, Feon’ny Ala und das ROVA Hotel. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir das Le Jardin du Roy und das Relais de la Reine – beides familiengeführte Häuser, die zwar offiziell 3 Sterne haben, aber durch ihre Qualität und Atmosphäre oft eher wie 4- oder 5-Sterne-Unterkünfte wirken.

Hier werden geführte Wanderungen, Reitausflüge, eine spannende Via Ferrata (Klettersteig) und ein eigener Bio-Bauernhof geboten. Ebenfalls erwähnenswert ist das Hotel Lalandaka in Anakao, eine bezaubernde Eco-Lodge direkt am Strand, die mit Wassersportangeboten wie Kitesurfen, Windsurfen, Stand-Up-Paddling, Kajakfahren und Tauchen begeistert. Das La Bella Donna punktete mit schönen Zimmern, allerdings ließ der Service zu wünschen übrig und der Strandabschnitt war durch viele Verkäufer sehr belebt.

Grünes Chamäleon auf einem Zweig

Madagaskar ist weltberühmt für seine endemische Tier- und Pflanzenwelt 

Etwa 90 % aller Arten kommen nur hier vor! Majestätische Baobabs, tropische Regenwälder, Dornenwälder, Sukkulenten und Vanilleplantagen prägen die Landschaft. Zu den Stars der Tierwelt zählen über 100 Lemurenarten, über 60 Chamäleonarten, endemische Vögel, Frösche, Schmetterlinge, ungiftige Schlangen, das Fossa (Raubtier) und bedrohte Schildkrötenarten wie die Strahlenschildkröte. Trotz dieser Naturwunder ist die Artenvielfalt stark bedroht – durch Abholzung, Brandrodung und Wilderei.

Madagaskar hat eine reiche Kultur, geprägt von 18 ethnischen Gruppen, die alle die Sprache Malagasy sprechen (wenn auch mit verschiedenen Dialekten). Französisch ist als ehemalige Kolonialsprache weit verbreitet. Die Bevölkerung ist warmherzig und stolz auf ihre Kultur, die eng mit Ahnenkult, Geisterglauben und Ritualen verwoben ist. Ein besonders faszinierendes Ritual ist das Famadihana – das „Umdrehen der Toten“, bei dem Verstorbene aus ihren Gräbern geholt werden, um mit den Lebenden zu feiern, bevor sie wieder neu eingewickelt und beigesetzt werden. Die wichtigsten Religionen auf der Insel sind traditionelle Glaubensformen, Christentum und Islam. Ein kleiner Tipp: In Madagaskar gibt es drei verschiedene Arten, „Ja“ zu sagen – daher immer lieber einmal mehr nachfragen!

Zu den Highlights der Reise zählen die berühmte Baobab-Allee, die Hauptstadt Antananarivo, der beeindruckende Isalo Nationalpark und viele weitere Nationalparks. Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Surfen an der Ostküste, Motorradfahren oder einfach das Beobachten der faszinierenden Tierwelt machen die Reise besonders. Viele Ziele erreicht man per Flugzeug oder Boot, aber auch mit dem Auto – wobei die Straßen oft in schlechtem Zustand sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie erfolgt die Einreise? Für die Einreise werden ein gültiger Reisepass sowie ein Touristenvisum benötigt. Das Visum kann man ganz einfach on Arrival am Flughafen erhalten (für 30 Tage ca. 30 €)
  • Welche Währung gilt vor Ort? Ariary (MGA). Bargeld ist wichtig, vor allem außerhalb größerer Städte. US-Dollar und auch Euro können oft vor Ort getauscht werden.
  • Welche Sprache wird vor Ort gesprochen? Malagasy ist Amtssprache und Französisch ist ebenfalls weit verbreitet. Englisch wird eher seltener gesprochen.
  • Wann ist die beste Reisezeit?
    • Von April bis Oktober herrscht Trockenzeit und bietet sich für Natur- und Tierbeobachtungen an.
    • Zwischen November und März ist Regenzeit, mit hohen Temperaturen und teils unpassierbaren Straßen.
  • Welche Orte sollte man unbedingt sehen?
    • Avenue of Baobabs – ikonische Riesenbäume bei Morondava
    • Tsingy de Bemaraha – beeindruckende Kalksteinformationen (UNESCO-Welterbe)
    • Nationalparks wie Andasibe und Ranomafana – Lemuren, Chamäleons und Regenzeit
    • Nosy Be & Île Sainte-Marie – Traumstrände & Tauchen. Mit etwas Glück beobachtet man Buckelwale (Juli bis September) 
    • Hochland-Städte wie Antsirabe – koloniales Flair mit viel Handwerk
Do’s 
  • Bargeld in kleinen Scheinen mitführen – Kartenzahlung kaum möglich
  • Geführte Touren buchen, vor allem in abgelegene Gebiete
  • Genug Zeit einplanen – Straßenverhältnisse oft sehr schlecht
  • Trinkgeld geben (ca. 5–10 %) – wird erwartet
Don’ts 
  • Keine Tierbabys anfassen oder als Souvenir mitnehmen
  • Nachts nicht abseits von Hauptstraßen fahren – Unfall- und Überfallgefahr
  • Keine Plastikprodukte einführen – Madagaskar kämpft aktiv gegen Plastikmüll

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