La Palma

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"La Palma ist eine Insel für Entdecker, Naturliebhaber und alle, die bewusst entschleunigen möchten."

Die Mischung aus spektakulären Vulkanlandschaften, grünen Wäldern, ursprünglichen Orten und herzlichen Menschen macht die Insel zu einem ganz besonderen Reiseziel. Wer authentische Kanaren erleben möchte und gerne aktiv unterwegs ist, wird sich auf La Palma sofort wohlfühlen. Für unseren Kollegen Luca Averesch zählt sie zu den schönsten und ursprünglichsten Inseln des Archipels.

La Palma – mein Reisebericht von der „grünen Insel“ der Kanaren

Wer bei den Kanaren zuerst an lange Sandstrände und große Hotelanlagen denkt, wird auf La Palma positiv überrascht. Im Juli 2026 durfte ich die Insel im Rahmen einer Inforeise kennenlernen und schnell wurde mir klar: La Palma ist anders. Ursprünglicher, grüner und deutlich ruhiger als viele ihrer Nachbarinseln. Statt Massentourismus erwarten Besucher beeindruckende Vulkanlandschaften, dichte Lorbeerwälder, charmante Städte und eine faszinierende Natur. Für mich ist La Palma das ideale Reiseziel für alle, die Erholung mit Aktivurlaub verbinden möchten.

Nach einem rund viereinhalbstündigen Flug ab Düsseldorf erreichte ich die Insel bei sommerlichen Temperaturen zwischen 24 und 30 Grad. Meist zeigte sich das Wetter sonnig, zwischendurch sorgten einige Wolken und eine leichte Brise für angenehme Abkühlung. Schon auf den ersten Kilometern fiel mir auf, wie abwechslungsreich die Landschaft ist. La Palma trägt ihren Beinamen „La Isla Bonita“ völlig zu Recht. Üppige Wälder wechseln sich mit schroffen Vulkanlandschaften ab, und trotz ihrer vulkanischen Herkunft gilt sie als die grünste Insel der Kanaren.

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Besonders beeindruckt hat mich die Natur.

Während meiner Reise begegneten mir immer wieder Geckos und Eidechsen, die auf der Insel heimisch sind und völlig ungefährlich für Menschen sind. Auch Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn La Palma bietet zahlreichen Arten einen Lebensraum. Vor der Küste lassen sich mit etwas Glück sogar Meeresschildkröten, Delfine, Grindwale oder Katzenhaie beobachten. Die Kombination aus Bergen, Atlantik und unberührter Natur macht die Insel zu einem echten Paradies für Naturliebhaber.

Auch die Menschen auf La Palma haben mich begeistert. Die Einheimischen begegneten mir überall freundlich, hilfsbereit und mit einer bemerkenswerten Gelassenheit. Das Leben verläuft hier deutlich ruhiger als auf den bekannteren Kanareninseln. Gleichzeitig wirkt die Insel angenehm authentisch, denn selbst in den touristischeren Orten findet man keine überlaufenen Hotspots. Stattdessen laden kleine Familienrestaurants, lokale Geschäfte und gemütliche Plätze dazu ein, das ursprüngliche Leben kennenzulernen. Besonders stolz sind die Palmeros auf ihre Bananenplantagen, die einen großen Teil der Inselwirtschaft ausmachen. Regional produzierte Produkte wie Ziegenkäse oder frischer Fisch gehören selbstverständlich auf jede Speisekarte.

Während meiner Reise durfte ich zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdecken.

Ein absolutes Highlight ist der Roque de los Muchachos, der mit 2.426 Metern höchste Punkt der Insel. Von hier eröffnet sich ein spektakulärer Blick über das Wolkenmeer. Gleichzeitig zählt der Gipfel dank der geringen Lichtverschmutzung zu den besten Orten der Welt für Sternenbeobachtungen. Ebenso beeindruckend war der Besuch des Vulkans Tajogaite, der erst 2021 ausgebrochen ist. Bei geführten Touren lassen sich die Spuren dieses gewaltigen Naturereignisses noch heute hautnah erleben. Auch die Playa de Nogales mit ihrer spektakulären Steilküste, das Meerwasserbecken Charco Azul und die liebevoll gestaltete Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma mit ihren historischen Gassen und der schönen Strandpromenade gehören für mich zu den schönsten Orten der Insel.

La Palma ist wie geschaffen für alle, die ihren Urlaub aktiv gestalten möchten. Über 1.000 offiziell ausgeschilderte Wanderwege führen durch Lorbeerwälder, Vulkankrater und spektakuläre Berglandschaften. Viele Wanderungen sind sogenannte One-Way-Touren, weshalb eine gute Planung oder ein organisierter Transfer sinnvoll ist. Darüber hinaus bietet die Insel ideale Bedingungen zum Tauchen, Surfen und zur Walbeobachtung. Wer es ruhiger angehen möchte, findet in den kleinen Dörfern zahlreiche Cafés und Restaurants, in denen sich das entspannte Lebensgefühl der Insel wunderbar genießen lässt.

Auch die Hotellandschaft hat mich positiv überrascht.

Auf La Palma findet man sowohl gemütliche Apartmentanlagen als auch hochwertige Hotels für unterschiedliche Ansprüche. Ich selbst war im Hacienda San Jorge untergebracht, einer sehr gepflegten Anlage, die die Vorzüge einer Apartmentanlage mit dem Komfort eines Hotels verbindet. Großzügige Zimmer, eine wunderschöne Gartenanlage und ein großer Pool sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Auffällig ist außerdem, dass die Hotels auf La Palma meist angenehm in die Landschaft integriert sind und sich die Zimmer über mehrere Gebäude verteilen. Große Hotelkomplexe findet man hier kaum. Da viele Urlauber tagsüber die Insel erkunden, ist Halbpension häufig beliebter als All Inclusive.

Für die Erkundung der Insel würde ich jederzeit einen Mietwagen empfehlen. Zwar verbinden Busse die wichtigsten Orte, doch viele Aussichtspunkte, Wanderungen und Naturhighlights lassen sich mit dem Auto deutlich flexibler erreichen. Aufgrund der vielen kurvenreichen Bergstraßen sollte man allerdings etwas Fahrpraxis mitbringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie erfolgt die Einreise? Als Teil von Spanien ist die Einreise für EU-Bürgerinnen und Bürger mit dem Personalausweis oder Reisepass möglich.
  • Wann ist die beste Reisezeit? La Palma ist ein Ganzjahresziel.
    • April – Juni und September – November bieten ideale Bedingungen zum Wandern.
    • In den Sommermonaten ist es angenehm warm für Badeurlaub und Ausflüge.
    • Im Winter locken milde Temperaturen.
  • Welche Währung gilt vor Ort? Euro.
  • Welche Sprache wird vor Ort gesprochen? Spanisch. In den touristischen Regionen wird häufig Englisch gesprochen.

Natur & Landschaft

  • Der Caldera de Taburiente Nationalpark mit seinen spektakulären Wanderwegen.
  • Der Aussichtspunkt Roque de los Muchachos gilt als einer der besten Orte Europas zur Sternenbeobachtung.
  • Die beeindruckenden Vulkanlandschaften rund um den Tajogaite, der 2021 entstand.

Sehenswürdigkeiten & Erlebnisse

  • Die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma mit ihren bunten Holzbalkonen und der historischen Altstadt.
  • Baden an den schwarzen Lavastränden z.B. in Puerto de Tazacorte.
  • Wanderungen durch Lorbeerwälder und entlang vulkanischer Landschaften.
  • Sternenbeobachtungen unter einem der klarsten Nachthimmel der Welt.

Do's

  • Mietwagen buchen, um die Insel flexibel zu erkunden.
  • Wanderschuhe einpacken, denn La Palma ist ein Paradies für Wanderfreunde.
  • Regionale Spezialitäten wie Ziegenkäse, Mojo-Saucen und frischen Fisch probieren.
  • Wärmere Kleidung für Ausflüge in höhere Lagen einpacken.

Don'ts

  • Die Höhenunterschiede und kurvenreiche Straßen unterschätzen, vor allem im Inselinneren.
  • Wanderwege verlassen oder gesperrte Bereiche betreten.
  • Müll in der Natur hinterlassen.

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