Sardinien

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"Sardinien ist weit mehr als ein klassisches Badeziel."

Die Insel vereint traumhafte Strände mit einer faszinierenden Geschichte, beeindruckender Natur und einer außergewöhnlichen Lebensart. Wer mediterranen Genuss, ursprüngliche Landschaften und kristallklares Wasser sucht, wird hier garantiert fündig. Für unsere Kollegin Josephin Brüning gehört Sardinien zu den vielseitigsten Reisezielen Europas – und sie ist sich sicher, dass dies nicht ihr letzter Besuch auf dieser wunderschönen Insel war.

Sardinien entdecken – mein Reisebericht von der Karibik Europas

Sardinien hat mich vom ersten Moment an begeistert. Im Juni 2026 durfte ich im Rahmen einer Inforeise mit Olimar den Norden der zweitgrößten Mittelmeerinsel kennenlernen und schnell wurde mir klar, warum Sardinien oft als „Karibik Europas“ bezeichnet wird. Türkisblaues Wasser, feine Sandstrände, beeindruckende Felslandschaften und eine ursprüngliche Kultur machen die Insel zu einem ganz besonderen Reiseziel – und das nur rund zwei Flugstunden von Deutschland entfernt.

Nach einem kurzen Flug ab Düsseldorf mit Eurowings erwarteten mich sommerliche Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad sowie mediterranes Flair. Schon auf den ersten Fahrten über die Insel fiel mir auf, wie grün Sardinien ist. Zwischen duftenden Macchia-Landschaften, Korkeichen, Olivenbäumen und unzähligen Wildblumen zeigt sich die Insel überraschend abwechslungsreich und weit ursprünglicher, als ich es erwartet hatte.

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Besonders spannend fand ich, dass Sardinien nicht – wie viele vermuten – von der Fischerei geprägt wurde, sondern von einer jahrhundertealten Hirtenkultur.

Diese Tradition ist bis heute spürbar und spiegelt sich auch in der regionalen Küche wider. Neben Italienisch wird vielerorts noch Sardisch gesprochen und die Insel gehört zu den sogenannten Blue Zones – Regionen der Welt, in denen besonders viele Menschen ein sehr hohes Alter erreichen. Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und der starke familiäre Zusammenhalt gelten als wichtige Gründe dafür.

Natürlich durfte auch das Erkunden der schönsten Orte nicht fehlen. Besonders gefallen hat mir die charmante Hafenstadt Alghero mit ihren engen Gassen, kleinen Cafés und dem lebhaften Markt. Ebenso beeindruckend ist die berühmte Neptungrotte, eine der größten Tropfsteinhöhlen des Mittelmeerraums. Wer die Natur liebt, sollte außerdem einen Ausflug in den Gennargentu-Nationalpark einplanen oder die historische Altstadt von Castelsardo besuchen, die spektakulär auf einem Felsen über dem Meer thront. Ein weiteres Highlight ist die Inselgruppe La Maddalena, deren glasklares Wasser und geschützte Buchten zu den schönsten im gesamten Mittelmeer zählen.

Auch Aktivurlauber kommen auf Sardinien voll auf ihre Kosten.

Ob Schnorcheln, Schwimmen, Bootsausflüge, Wanderungen durch beeindruckende Gebirgslandschaften oder das Erkunden kleiner Küstenorte – die Insel bietet für jeden Geschmack die passende Mischung aus Erholung und Abenteuer. Besonders beeindruckend ist die Ostküste rund um Cala Goloritzé, deren bis zu elf Meter hohe Kalksteinfelsen und markanter Felsbogen ein Paradies für Freitaucher, Kletterer und Naturliebhaber sind. Ein weiteres kulturelles Highlight sind die über 7.000 geheimnisvollen Nuraghen, steinerne Turmbauten aus der Bronzezeit, die als Wahrzeichen Sardiniens gelten und von einer faszinierenden Vergangenheit erzählen.

Während meiner Reise durfte ich verschiedene Hotels kennenlernen, die ganz unterschiedliche Urlaubswünsche erfüllen. Das Capo d'Orso Thalasso & Spa überzeugte mich mit seiner ruhigen Atmosphäre, modern eingerichteten Zimmern und mehreren Badestegen direkt am Meer – ein wunderbarer Rückzugsort für Paare und Honeymooner. Das Cala di Falco Resort & Spa punktet mit seiner zentralen Lage und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge. Familien fühlen sich im Cala di Lepre Park Hotel mit seinem großen Sportangebot, Miniclub und der weitläufigen Anlage besonders wohl. Das Valle dell'Erica Thalasso & Spa verbindet luxuriösen Komfort mit sieben Restaurants, alle mit Meerblick, und spricht sowohl Familien als auch Paare an. Wer Ruhe sucht, wird das Torreruja Hotel Relax Thalasso & Spa lieben – die spektakulären Holzstege oberhalb der roten Steilküste bieten traumhafte Ausblicke auf das Meer. Das Le Dune Resort & Spa schließlich gleicht einer kleinen Ferienstadt mit zahlreichen Restaurants, Unterhaltungsmöglichkeiten und einem langen Sandstrand und eignet sich besonders für Familien mit Kindern.

Um die Insel flexibel zu erkunden, würde ich jederzeit einen Mietwagen empfehlen. Zwar gibt es Busverbindungen, doch viele der schönsten Buchten und Sehenswürdigkeiten liegen weit auseinander und sind mit dem Auto deutlich einfacher zu erreichen. So lassen sich auch spontane Stopps an Aussichtspunkten oder versteckten Stränden problemlos einlegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie erfolgt die Einreise? Als deutsche/r Staatsbürger/in genügt ein gültiger Personalausweis.
  • Wie erfolgt die Anreise? Es gibt verschiedene Direktflüge ab/bis Deutschland nach Cagliari, Olbia und Alghero. Mit der Fähre erreicht man die Insel ab Frankreich oder Italien (z.B. Genua, Livorno, Marseille)
  • Welche Währung gilt vor Ort? Euro (€). Bargeld ist in ländlichen Gegenden hilfreich, in Städten und größeren Orten sink Kreditkarten gängig.
  • Welche Sprache wird vor Ort gesprochen? Italienisch ist die Amtssprache. in ländlichen Regionen wir auch Sardisch (Sardu) gesprochen. In touristischen Regionen werden auch Englisch und Deutsch teilweise verstanden.
  • Wann ist die beste Reisezeit? 
    • Mai & Juni, September & Oktober: Ideales warm, ruhig, perfekte Bedingungen zum Wandern und Baden
    • Juni – August: Hochsaison mit sehr heißen Temperaturen
    • Frühling & Herbst: milde Temperaturen, ideal für Natur, Kultur & wenig Tourismus.
  • Costa Smeralda – türkisblaues Wasser mit feinem Sandstrand, Luxusflair (viele Prominente)
  • La Maddalena Archipel – Bootstouren & Insel-Hopping
  • Cala Goloritzé, Cala Luna und Cala Mariolu – traumhafte Buchten im Golfo di Orosei
  • Su Nuraxi di Barumini – prähistorische Nuraghen-Anlage (UNESCO-Welterbe)
  • Alghero & Bosa – charmante Städte mit Küstenflair
  • Cagliari & Castello-Viertel – Altstadt, Märkte und Panoramablick
  • Gennargentu-Gebirge – (Offroad) Wandern
  • Strände im Süden – Chia, Villasimius, Costa Rei

Do's

  • Mietwagen buchen, denn Sardinien hat kaum öffentlichen Verkehr, vor allem im Landesinneren
  • Wanderschuhe & Badesachen einpacken, die Insel bietet beides
  • In Agriturismi essen – lokale Küche, hausgemacht und authentisch
  • Sardische Spezialitäten probieren – Pecorino Sardo, Culurgiones, Pane Carasau, Porceddu

Don'ts

  • Sand, Steine oder Muscheln nicht mitnehmen (Verboten & strafbar)
  • Nicht nur die Küste anschauen, denn auch das sardische Inland ist voller Highlights
  • Keinen Müll am Strand lassen, viele Gebiete sind Naturschutzgebiete
  • Wildcamping ist in vielen Regionen verboten

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